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Swissfot live aus Haiti
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Samstag, 3. Oktober 2009 |
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Haiti
Als mein treuer Leser wissen Sie, dass ich nie weit zu gehen brauche, um Beflügelndes zu erleben, sondern dass ich, direkt vor meinem Türmli ( http://www.swissfot.ch/
htm_public_d/basis/Presse-
Mein_Tuermli.htm ), nur die
Augen
öffnen muss, jeden Tag. Hier geniesse ich jeden Abend das gleiche,
unglaubliche Spektakel, das ich jetzt schildern will. Ich tat dies
deshalb
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Samstag, 3. Oktober 2009 |
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Haiti
Sie wissen ja, dass ich wie ein Küstenadler in seinem Horst vor meinem Türmli ( http://www.swissfot.ch/
htm_public_d/basis/Presse-
Mein_Tuermli.htm ) sitze und die Küstenebene beobachte. Hier entgeht mir nichts, auch wenn meine Augen nicht mehr mit denen des Adlers mithalten können. Heute früh erschrak ich nicht schlecht, knapp vor der Küste einen braunen Strom zu entdecken, der scheinbar
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Freitag, 2. Oktober 2009 |
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Haiti
Wieder einmal mehr im Lambi, das macht
fast süchtig. Nicht süchtig nach Drogen, die spielten auch mal eine
Rolle hier, aber das ist vorbei. Nein, süchtig nach Ambiance, Stimmung
und Musik. Die über hundertmetrige Holzterrasse erstreckt sich auf
Pfählen über das Meer, die riesige Decke aus bunten Körben lässt eine
dunkle Riesenhalle entstehen, unter der die Wellen
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Mittwoch, 30. September 2009 |
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Haiti
Am 27.September 2009 verstarb mein Freund Johann Kaspar Frei nach langer Krankheit in seinem haïtianischen Heim in Léogâne. Kaspar wurde am 23.Juni 1935 in Zürich geboren und wuchs mit seinen drei Schwestern bei seinen Eltern in Witikon auf, wo er auch die Schulen besuchte. Nach entsprechender Ausbildung arbeitete er bis 1995 als Primar- und Reallehrer und zuletzt als Rektor in Stäfa.
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Dienstag, 29. September 2009 |
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Haiti
Die Bauern der Küstenebene übernehmen, was die Regierung versäumt. Was vor meinem Türmli ( http://www.swissfot.ch/
htm_public_d/basis/Presse-
Mein_Tuermli.htm
) passiert, geschieht überall in Haïti. Ich habe es immer und immer
wieder gesagt und geschrieben, auch hier: eine "Orts- Regional- und
Landesplanung" (ORL) wie es so schön in der Schweiz heisst, fehlt
vollkommen,
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Sonntag, 27. September 2009 |
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Haiti
Man hat mir scheinbar wieder mal einen
Maulkorb verpasst. Ich bin mir das gewohnt. Schon vor 50 Jahren, als
ich an meiner 16.Fernsehsendung über Marokko arbeitete, äusserte ich
UNTER ANDEREM auch etwas Positives über den damaligen König Hassan von
Marokko. Er war zwar ein gefürchteter Menschenschänder und hatte
gefälligst so geschildert zu werden, und seine
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Sonntag, 27. September 2009 |
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Haiti
Manchmal frage ich mich, ob die
Banalitäten meines Alltags eine Geschichte wert sind. Und dann erlebe
ich wieder, wie einige Leser gerade auf Banalitäten reagieren - die
offenbar ganz Anderes erleben in ihrer dortigen Welt. In ( http://www.swissfot.ch/
htm_public_d/Basis/Presse-Ich-
weiss-nicht.htm
Ich habe vergessen wie meine Kinder heissen ) haben Sie bereits
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Mittwoch, 23. September 2009 |
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Haiti
Vor meinem Türmli ( http://www.swissfot.ch/
htm_public_d/basis/Presse-
Mein_Tuermli.htm
) liegt der Warteraum des Prinzenhafens. Da treiben oft tagelang
"herrenlose" Schiffe, nachts geistern dort gespenstische Lichtspiele.
Die Schiffe geben ihre merkwürdigen Töne von sich. Dieselgeräusche,
Hornstösse und mehr. Dieser Frachter hornte sechsmal, statt nur
dreimal, in die
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Montag, 21. September 2009 |
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Haiti
Heute machten wir einen Ausflug zu Rolf, drüben am karibischen Meer ( http://www.swissfot.ch/
htm_public_d/basis/Presse-
kabic.htm
Das Schweizer Hotel Kabic Beach Club in Kabic-Cayes ). Wiedermal
schweizerdeutsch quatschen, man kann halt so gut philosophieren in der
Muttersprache, viel besser als wenns ständig am Wortschatz hapert. Und
politisieren auch, unter Schweizern
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Sonntag, 20. September 2009 |
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Haiti
Die jungfräuliche Küstenebene, wie ich sie von meinem Türmli aus 20 Jahre lang geniessen durfte ( http://www.swissfot.ch/
htm_public_d/basis/Presse-
Mein_Tuermli.htm
) . Damals hatte ich einen Bauplatz gesucht und auf einem Hügel
gefunden, mit Blick über diese herrliche Ebene, die "meinen" Hügel vom
Meer trennte. Pferde weideten auf dem Gelände, Häuser gab es noch
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Freitag, 18. September 2009 |
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Haiti
Heute abend wollte ich mit Ata fernsehen
in der Hoffnung, es komme vielleicht mal was Tierisches,
Hundegerechtes. Doch das Hundegerechte blieb einmal mehr aus, und Ata
interessierte sich keineswegs für das Angebot.
Das besteht ja eher aus
Sexgirls, und Ata taxiert diese nicht als tierisch und schon gar nicht
als "hündisch" - oft im Gegensatz zu mir. Stattdessen entdeckte ich im Schein der Taschenlampe so zufällig an einem Pfeiler
eine handgrosse Vogelspinne, die erste seit den 20 Jahren die ich in
diesem Haus lebe.
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Dienstag, 15. September 2009 |
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Haiti
Am 26.August 2009 schrieb ich meine Kolumne ( http://www.Swissfot.ch//
htm_public_d/basis/Presse-
Haiti-ist-sicher.htm
Nun ist es offiziell - Haïti ist sicher ), die einige Leserreaktionen
und auch einige Skepsis ausgelöst hat; meine Haltung wurde als "zu
optimistisch" eingeschätzt. Doch nur zehn Tage später war es offiziell,
und Sicherheitsrat, UNO, USA, China, die OAS und die bauten zum
Beispiel die
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Montag, 14. September 2009 |
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Haiti
"Sparen ist Zurücklegen freier Mittel zur
späteren Verwendung". Zum Beispiel unverderblicher Nahrungsmittel durch
Eichhörnchen, kluge Vögel, Höhlenforscher oder Zivilschützer;
Sparschweinchen, Teppich- oder Gemäldeschätze durch Sammler oder
Schmucktragen durch Schönheiten die noch schöner werden wollen. Vor
allem werden Edelmetalle und deren Billigersatz,
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Sonntag, 6. September 2009 |
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Haiti
Immer noch auf der Ferien- und
Hungerinsel, knapp jenseits der haïtianischen Grenze. Wo Menschen mit
Macheten, Pflanzensäften und Pistolen umgebracht wurden. Wo Menschen
auch heute noch zum Hougan eilen, das Foto eines vehassten Mitmenschen
bringen und tausend Dollar zahlen, damit der Hougan diesen umbringe,
behufs des Fotos. Bilder als Mordwaffe, und
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Samstag, 5. September 2009 |
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Haiti
Meine Ata hat es ja ganz schön, da oben
auf dem Dach. Sie geniesst die Lochsteine offensichtlich, die ihr
rundum einen Aus- und Durchblick gestatten. Ausblick in die Zukunft ?
Weiss ein Vierbeiner besser was das ist ? Durchblick durch das Haïti da
draussen oder sogar durch Welt und Sterne ?
Wohl nichts von
dem. Und trotzdem frage ich mich, was für die Vierbeinerin von hier
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Donnerstag, 3. September 2009 |
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Haiti
Der Sonntagsausflug führte uns über die dominikanische
Grenze, doch das war nicht so leicht wie eine Grenzüberquerung von der
Schweiz nach Europa. Wir wollten es mit dem eigenen Mazda versuchen.
Seit langem hatten wir alles vorbereitet, wenigstens nach Auskunft der
Amtsstellen in der Prinzenstadt: Versicherungspapiere für das Ausland,
Fahrzeuginspektion,heute keinen Besuchstag, und auch die berühmten
Flamingos waren auf ihrem Sonntagsausflug,
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Sonntag, 30. August 2009 |
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Haiti
Hauptattraktion ist in jeder Hauptstadt
der Welt das Parlamentsgebäude, wie wenn dort kluge Entscheide gefällt
würden. Es ist der Hohe Tempel der Korruption und der legalen
Verbrechen, in Haïti die Residenz der 70 Tyrannen und Despoten, die
sich seit 1806 an die Macht putschten und mit dem Staatsvermögen ihre
Privattaschen vollstopften. Hier wurde und wird Geschichte
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Freitag, 28. August 2009 |
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Haiti
Die Erlebnisse in Haïti sind täglich,
manchmal auch nächtlich. Und die Erlebnisse sind lieblich. Und manchmal
auch garstig. Oder scheusslich. So diesmal. Diesmal war es auch
nächtlich. Und eingänglich. Bis in den Mund.
Ich übernachtete
auswärts. Ein Glas Wein stand so bereit, dass ich es im Fall
nächtlichen Aufwachens auch im Dunkeln ertasten und daran nippen
konnte. Und
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Geschrieben von Otto Hegnauer
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Donnerstag, 27. August 2009 |
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Haiti
Ich zitiere die Zuschrift einer Leserin auf http://www.swissfot.ch/
htm_public_d/Basis/Presse-
Inselhaelfte.htm "Ich stelle immer wieder fest, wie ähnlich sich die beiden Inselhälften sind" , die mich zu einem eigenen Artikel anregt : "Vielleicht
könntest Du auch mal erläutern, warum die Dominikaner so einen
Heidenrespekt vor dem Vodoo der Haitianos haben, grins ??? De Vodoo
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