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Kindergarten-Ok, aber bitte nicht im Internet ! Streithähne mit verbundenen Augen
Mittwoch, 1. Juli 2009

Haiti-DomRep

Ein beliebtes Spiel im Kindergarten ist "Blinde Kuh". Die Knirpse tappen im Dunkel und wissen nicht wo sie anstossen, ist doch lustig ! Weniger lustig ist die Sitte hier, den Streihähnen vor dem Kampf die Augen zu verbinden. So wissen auch die noch nicht, was sie anrichten werden. Auch einige Hilfswerke auf der Insel sind solche Streithähne und haben die Augen verbunden. Ich erzähle zwar gerne

von Schulen und Kindergärten, besonders wenn diese fortschrittlich bereits das Internet einsetzen. Zum Angewöhnen, Vorlernen und Spielen. Aber Erwachsene die Kindergarten spielen, haben im Internet nichts zu suchen. Ja Sie haben richtig gelesen.

Haben sich doch in letzter Zeit dominikanische Kinderhilfswerke und Nachrichtenportale zunehmend verfeindet, wohl weil sie ähnlich gerichtete Portale als Konkurrenz empfinden und jeder um mehr Leser buhlt. Dass dabei in öffentlichen Medien Schimpfworte fallen, die unter der Gürtellinie liegen, lässt sich ja noch hinnehmen, denn solche Fussstapfen sind ein Bumerang und führen unweigerlich zum Urheber zurück, der sich damit selber umbringt.

Viel schlimmer ist dass die Blosslegungen zulasten hungernder Kinder fallen, denen die beabsichtigte Hilfe zugedacht war. Wer ist denn noch motiviert Hilfsgelder an Organisationen zu spenden, die sich wie Kampfhähne streiten, ohne sich zu schämen.

Dabei muss man ganz klar sehen, dass die Spenderei oft ein gutes Geschäft ist, dass ein schöner Teil der Spenden das vorgesehene Ziel verpasst, und in den Löhnen und Spesen der Hilfswerke versickert. Natürlich ist das nicht zu vermeiden und auch gar kein Grund, die Armen wieder hungern oder sogar sterben zu lassen. Es braucht zweifellos gut ausgebildete Verteiler mit gutem Fahr- und Werkzeug, und das alles kostet etwas, doch der Ermessensspielraum, das WIEVIEL ist nicht kontrollierbar. Und Ähnliches ist ja auch von den Entwicklungsprojekten zu vermelden. Und von Projekten überhaupt.

Ich selbst suche deshalb bei jeder Internetseite eines Hilfswerks zuerst das Impressum, meist ist das schwer oder überhaupt nicht zu finden. Wenn nicht, ist das ohnehin papierkorbwürdig. Wenn doch, gibt dies schon kostbare Informationen her. Im übrigen sollten Abrechnungen geboten werden, die sucht man vergeblich. Und in den Abrechnungen müssen Spendeneingänge sowie Löhne und Spesen sauber ausgewiesen werden. Sie dürfen einige Prozent der Spenden nicht übersteigen. Bei Hilfswerken gegen Hunger und Armut.

Ich selbst wurde von lästigen Zuschriften nicht verschont, die in unzulässiger Weise mir sogar unbekannte Personen in den Sumpf ziehen wollten, ich wäre wohl mitgezogen worden. Ich schreibe doch, was ich will, und arbeite mit den Personen ( oder nicht ) mit denen ich will. Erinnerungen an ganz alte Fernsehzeiten stiegen in mir auf. Und Gedanken ans Verpassen eines Maulkorbs. Davor verschone ich sogar meinen Hund.

In der Zeit, als ich für SOS-Enfants Haïti in dieser Internetseite Spenden sammelte und es auf 6000 Franken brachte ( es waren halt keine Grossbanken und Staaten dabei ), habe ich über deren Verwendung genau Buch erstattet und alles mit Fotos und Dokumenten belegt, der Satz für Löhne und Spesen war 0,000%.... Ich habe auch gezeigt, dass man mit 6000 Franken hier eine Menge machen kann, was den Kindern nachhaltig hilft - das Verteilen von Suppe und Reis ist nicht nachhaltig, denn morgen haben die Kids WIEDER Hunger. Bitte nicht missverstehen, das ist KEINE neue Bitte - ich habe diese Arbeit eingestellt und helfe "nur" noch punktuell, allein und privat !

Aber mein Gedanke an Erwachsene, die Kindergarten spielen, ist wohl falsch. Denn nach meinem Dafürhalten kommen so gemeine Spiele nicht einmal in einem Kindergarten vor. Solche zu entwickeln, sind nur menschliche Unhirne fähig, die von einer Welt der Vorurteile und Vorwürfe missprägt sind. Ich hoffe nur, dass ich ähnliche Entwicklungen nicht eines Tages auch in Haïti erleben muss.

( mehr dazu:
http://www.swissfot.ch/ htm_public_d/Basis/Presse- Kindergarten.htm

dazu passend:
http://www.hispaniolanews.de/ joomla/index.php? option=com_content&task=view&id=5695&Itemid=1 HISPANIOLAnews in eigener Sache
Weitere Artikel:
http://www.swissfot.ch/ htm_public_d/Basis/ artikel_datum.htm Andere Artikel )
Kindergarten ok aber bitte nicht im Internet !

 

von Otto Hegnauer, http://www.swissfot.ch Swissfot ( in Haïti )
Kommentare
Neuer KommentarSuche
Mikelo - Schwoobe Kindergarten   | Super Administrator | 01-07-2009 06:54:54
ist ds allerschlimmste. Vor allem wenn diese peinlichen Mails nicht aufhoeren. Einfach die Spamtaste druecken, Otti
Jürgen - Manche Menschen wissen   | Registered | 01-07-2009 09:30:46
eben nicht was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen.Das zwangsläufig auch das Gehirn darunter leidet,ist wohl nicht von der Hand zu weisen.
Da werden dann eben peinliche Mails geschrieben ohne Sinn,Verstand und Hintergrundwissen.Hauptsache der Schreiber hat sein Ego befriedigt und der eigene Heiligenschein scheint gewahrt.
Nein,diesen Menschen kann man nicht helfen und auf den richtigen Weg führen.
Auch moderste Chirurgie ist da heute noch machtlos.
Jei - re: Manche Menschen wissen   | Publisher | 03-07-2009 16:07:13
Jürgen schrieb:
eben nicht was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen.Das zwangsläufig auch das Gehirn darunter leidet,ist wohl nicht von der Hand zu weisen.


Schlimm daran ist doch, dass sie noch versuchen andere vom Helfen abzuhalten! Wenn ihnen das gelingen würde, wäre der Schaden bei den Armen und Mittellosen, aber soweit reicht der Geist und der Horizont dieser verborten vom Neid getriebenen Versager einfach nicht!

Otti,
sachlicher hätte das niemand zusammenfassen können.
Da merkt man die geistige Reife deiner angesammelten Jahre, die dich jeden Tag um so wertvoller machen.
Einer vom -alten Schlag- im positivsten Sinn.
Mikelo - Deswegen--man stelle sich vor   | Super Administrator | 03-07-2009 16:47:57
Otti, der wirklich in der Formel 1 Liga schreibt---sollte ploetzlich bein einem Geruempelturnier--ala Seifenkistenrennen--publizieren.

Selten so gewiehert
Jei - Mikelo   | Publisher | 03-07-2009 19:03:34
man schüttet doch keinen edlen Tropfen in eine Schweizer Kuhlache, nein das macht man wirklich nicht!
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